NAHTSTELLEN - Fotos für die Pressefreiheit

 

 

"Nicht Alltagsnot und Kriegselend sollten dokumentiert werden, sondern das Verschmelzen von Altem und Neuem. Die grellen Technicolorfarben sind es komischerweise, die besonders berühren: weil sie von fast hysterischem, falschem Optimismus künden, weil sie das arme traurige Trümmergrau nicht lange verdecken können."

Carmen Böker in der Berliner Zeitung vom 10.11.2008

 
„Verblüffende Fotos und eine Liste des Terrors.- In 'Nahtstellen' zeigen sich die Spuren, die der Umbruch, die plötzliche Geburt von 15 Staaten nach dem Zerfall des Ostblocks, hinterlassen hat. Die meisten Schauplätze befinden sich an der Peripherie zur ehemals sowjetischen Macht, in der Ukraine, Kasachstan oder Tschetschenien. Es sind Regionen, in denen Journalisten immer noch gegen die massive Unterdrückung der Pressefreiheit zu kämpfen haben.“

Franziska Seng in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 3. Mai 2008

 

„Der aktuelle Bildband der Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen lenkt den Blick nicht dorthin, wo es gerade laut ist, wie Myanmar, oder dorthin, wo es noch immer rumort, wie im Irak oder in Afghanistan. Rund 17 Jahre nach dem Umbruch lenkt Reporter ohne Grenzen den Blick nach Russland und in die kleineren Staaten der Region, die hierzulande so wenig Aufmerksamkeit bekommen wie ein toter Spatz beim Atom-GAU. [...] 'Nahtstellen – Fotos für die Pressefreiheit 2008’ ist eine bildgewordene Bilanz des Scheiterns der GUS-Staaten auf dem Weg zur Demokratie. Die Aufnahmen zeigen weder Aggression noch Kriegselend und sind doch radikal. Sie gehen an die Wurzel, schildern Hoffnungen und Träume der Menschen. Anders kann man das Publikum nicht berühren in einer Zeit, in der wir schon alles gesehen haben und weitestgehend immun sind gegen Schrecken jeglicher Art."

Helen Sibum im amnesty Journal 06-07/08

 

"Was hat sich getan in der ehemaligen Sowjetunion - 17 Jahre nach dem Ende des Kommunismus? Eine Antwort in Bildern zum internationalen Tag der Pressefreiheit. [...] Mit den Schlagworten 'Perestroika' und 'Glasnost' - Umbau und Offenheit - begann für die Staaten der ehemaligen Sowjetunion 1991 ein neues Kapitel in ihrer Geschichte. In dem Fotobildband Nahtstellen [...] hat die Organisation 'Reporter ohne Grenzen' Werke von zehn Fotografen versammelt. In ganz unterschiedlicher Form haben sie sich bemüht, die Langzeitfolgen dieses gewaltigen Umbruchs zu dokumentieren."

Katharina Schuler, Zeit online am 3. Mai 2008

 
„Narben der Vergangenheit“ schrieb Süddeutsche.de am 6. Mai 2008 als Titel über Bilder aus Nahtstellen