NAHTSTELLEN - Fotos für die Pressefreiheit

Fotos für die Pressefreiheit - Die Idee

Reporter ohne Grenzen publiziert seit 1994 die Bildbände „Fotos für die Pressefreiheit"Opens external link in new window. Dabei versteht die Organisation die Fotografie als Werkzeug, um vom Leben in all seinen Facetten zu berichten sowie eine breite Öffentlichkeit für die Bedeutung von Pressefreiheit für demokratische Entwicklungen zu sensibilisieren. Thematisch geht es bei den Titeln weniger um die medial beachteten Krisen und Kriege. Vielmehr lenken wir den Blick auf den weniger spektakulären Alltag, auf vergessene Regionen, auf soziale Verhältnisse, auf Umbruch und Zerfall, auf Menschen mit ihren Hoffnungen und Ängsten. Dafür stellen uns engagierte und renommierte FotografInnen ihre nachdenklichen und oft überraschenden Sichtweisen unentgeltlich zur Verfügung.

Alle zwei Jahre konzipieren wir eine Ausstellung aus dem jeweils aktuellen Band, die zur photokina in Köln eröffnet wird und ab Oktober auf Wanderschaft geht.

In diesem Jahr befassen wir uns in „NAHTSTELLEN. Fotos für die Pressefreiheit 2008“ mit den Spuren des gesellschaftlichen Umbruchs in einigen Staaten der ehemaligen Sowjetunion. Dort haben sich nach 1991 Machthaber etabliert, die in unterschiedlichen Schattierungen Presse- und Meinungsfreiheit missachten.

Zehn FotografInnen blicken nach Weißrussland, Kasachstan, Abchasien, Tschetschenien, Russland und in die Ukraine Opens internal link in current window. Sie dokumentieren, wie sich Neues mit Altem verbindet oder nebeneinander stehen bleibt und lenken die Aufmerksamkeit auf die Menschen – auf mangelnde Gerechtigkeit und unerfülltes Lebensglück. Aber auch auf die Notwendigkeit, Grundrechte und Freiheiten einzuklagen.

Reporter ohne Grenzen bedankt sich bei allen Fotografen Opens internal link in current window, Förderern Opens internal link in current windowund Ausstellern für die Unterstützung unserer Arbeit zugunsten bedrohter Medien und Journalisten. Unser Dank gilt auch denjenigen, die sich für Presse- und Meinungsfreiheit in diesen Ländern einsetzen. Sie brauchen Schutz und Öffentlichkeit!

Für die vorbildliche Anwendung der Fotografie in der Publizistik erhielt Reporter ohne Grenzen im Jahr 2002 den renommierten Dr. Erich-Salomon-Preis der Deutschen Gesellschaft für PhotographieOpens external link in new window .